Warum fünf statt drei Wechsel den Fußball positiv verändern! ☝️

Schon seit Ewigkeiten sind pro Spiel drei Wechsel bei max. drei Wechselunterbrechungen erlaubt.  Vergangenes Jahr wurde in einigen Ländern bei Spielen die in die Verlängerung gehen ein vierter Wechsel erlaubt. Dadurch dass die Coronakrise sämtliche Ligen zeitweise lahm gelegt hat und diese nun unter Zeitdruck stehen, werden ja in englischen Wochen die nationalen Ligen in ziemlich knappen Zeitabständen zu Ende gespielt.

Diese Diashow benötigt JavaScript.




Das bedeutet natürlich eine viel höhere Belastung für alle Mannschaften, um wieder etwas mehr Entlastung zu bekommen hat sich die Fifa dazu entschieden den Ligen bis Jahresende fünf Wechsel pro Spiel zu erlauben. Auch hier gilt wieder, max. 3 Wechselunterbrechungen pro Mannschaft (damit hier nicht unnötigerweise noch mehr Zeitspiel betrieben wird).


Soweit so gut, am Ende des Jahres soll dies wieder auf drei zurückgeschraubt werden. Aber ist das überhaupt die richtige Entscheidung? Dazu haben wir auf unserer Facebook-Fanpage eine Umfrage gestartet umzu erfahren was eure Meinung zu diesem Thema ist. Das Ergebnis war dabei das rund 64% die Möglichkeit mit fünf Wechsel auch in Zukunft gerne sehen wollen. Nur 14% waren für eine sofortige Abschaffung der neuen fünf Wechsel Regel.

Mehr als die Hälfte denkt dabei in dieselbe  Richtung wie wir, mit genau zwei ausschlaggebenden Punkten wollen wir erklären warum die fünf Wechsel sich auf den Fußball im Allgemeinen aber vorallem auf junge Spielern extrem positiv auswirken kann. Dabei werden wir am Ende des Beitrags den Punkt mit den jungen Spielern anhand einiger Beispiele aus der deutschen Bundesliga sogar mit Zahlen belegen.

Diese Diashow benötigt JavaScript.



Punkt 1:
Eine höhere Zufriedenheit des gesamten Kaders!

Was in der Serie A schon einige Zeit Anklang findet ist der 23 Mann Kader. In den anderen Top-Ligen wurde bis dato immer noch mit einem 18 Mann Kader am Spieltag agiert. Durch die Erhöhung des Wechselkontingents haben bei einem Spiel also schon mal rund fünf Spieler mehr Platz im Kader als eigentlich. Das führt natürlich zu einer höheren Zufriedenheit des Kaders da weniger Spieler beim Abschlusstraining gesagt bekommen sie müßen das Wochenende wieder zuhause verbringen.

Das hebt die Stimmung in der ganzen Mannschaft und dies wiederrum führt zu besseren Leistungen. Dem Trainer erleichtert dies den Job natürlich und er kann sich mehr auf „wichtigere“ Dinge fokussieren, muss weniger Aufbauarbeit leisten für Spieler die womöglich keinen Kaderplatz ergattern konnten. Auch wenn ein Spieler mal nicht zum Einsatz kommt fühlt es sich für ihn viel besser an die Reisen mit anzutreten, die Spiele vor Ort mit der Chance auf einen Einsatz mit dem ganzen Verein zu verfolgen anstatt dies alleine von zuhause aus.

Punkt 2: Junge Spieler bekommen Einsatzminuten die sonst unmöglich wären!

Punkt 2 ist der wesentlich wichtigere. Das ganze ist natürlich logisch, durch die Kadererweiterung um fünf Plätze finden auch vermehrt junge Spieler Platz im Kader. Vorallem bei Topklubs hat man in den letzten Wochen vermehrt junge Spieler im Kader oder sogar am Platz gesehen die bis dato komplett abgemeldet waren, später dazu einige Beispiele.

Aber warum bekommen sie trotz derselben Konkurrenz mehr Einsatzzeit? Der Unterschied dabei ist einfach das der Trainer bei z.B. einer hohen Führung mehr Auswahl hat und bei einer 3:0 Führung nicht den erfahrenen Sechser für die letzte Viertelstunde bringen muss sondern einen jungen talentierten Achter aus der zweiten Mannschaft die Chance gibt. Auch in wenigen Minuten kann ein junger Spieler enorm viel mitnehmen und so kann er  Entwicklungsschritte machen die sonst nur durch eine Leihe möglich wären.

Ein theoretisches Beispiel dafür lässt sich ganz gut mit dem FC Barcelona darstellen. Wenn alle Spieler fit sind schafft es außer Ansu Fati kaum ein Spieler von der B-Mannschaft in den Spieltagskader. Im 23-Mann Kader hingegen finden min. vier weitere Spieler aus der B-Mannschaft Platz. Schon im ersten La Liga Spiel nach der Pause fanden mit Riqui Puig, Inaki Pena, Alex Collado und Monchu vier Spieler Platz im Kader obwohl mit Samuel Umtiti  nur ein einziger Profi verletzt war.

An einem normalen Spieltag startet der FC Barcelona beispielsweise mit Busquets, Arthur und Frenkie im Mittelfeld. Erste Option für einen Wechsel sind normalerweise Vidal und Rakitic. Führen die Katalanen aber nach 70min z.B. 4:0 hat der Trainer die Option die zwei erfahrenen draußen zu lassen und Puig oder auch Collado Einsatzzeit zu geben die ohne die Kadererweiterung kaum möglich wäre.

Diese Diashow benötigt JavaScript.



Von der Theorie geht es über in die Praxis, beste Beispiel ist dafür der FC Bayern München. Seit dem Re-Start haben die Münchner, die eher nicht dafür bekannt sind vielen jungen Spieler Minuten zu geben das Gegenteil gemacht. Zirkzee und Cuisance haben auch davor hin und wieder Minuten bekommen aber seitdem Re-Start definitiv mehr als davor. Der Holländer und der Franzose waren bei zwei von vier Spielen im Einsatz. Zudem feierten mit Oliver Batista Meier und Kwasi Wriedt zwei weitere Spieler aus der zweiten Mannschaft ihr Saisondebüt. Zudem stand mit Sarpreet Singh ein weiterer Spieler aus der zweiten an jedem Spieltag im Matchkader.

Diese Diashow benötigt JavaScript.



Dasselbe finden man auch beim großen Konkurrenten, dem BVB. Die Dortmunder hingegen sind bekannt dafür mit jungen Spielern guten Fußball zu spielen, aber auch sie haben durch die Regeländerung noch mehr Einsatzzeiten jungen Spielern schenken können. Die zwei großen Namen dabei sind Mateu Morey sowie Leo Balerdi. Beides zweifelsfrei Riesentalente die bis dahin aber keinerlei Einsatzzeiten vorzuweisen hatten. Durch den vierten und fünften Wechselslot durfte Morey seit dem Re-Start schon zwei Mal sowie Balerdi sogar schon drei Mal auflaufen.

Diese Diashow benötigt JavaScript.




Anhang dieser Beispiele erkennt man ganz gut das die Regeländerung vorallem jungen Spielern gut tut. Sollte die Änderung bleiben könnte das dazuführen das in Zukunft vorallem die großen Vereine viel eher Jungs aus der eigenen zweiten Mannschaft langfristig im Kader intregieren können. Das würde die Vereine stärken und die Wechselspiele womöglich etwas zurückschrauben, was dem Fußball sowie auch gut tun würde.

Was ist eure Meinung dazu?

Der Talentblog.

2 Kommentare zu „Warum fünf statt drei Wechsel den Fußball positiv verändern! ☝️

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s